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Getrennt und doch Gebunden
Fortbildung mit Supervisionsaufstellungen
für Fachkräfte der Jugendhilfe und
Interessierte für den Bereich Fremderziehung
mit G. Enamaria Weber-Boch


 

 

„Wer die Vergangenheit nicht ehrt,

verliert die Zukunft.

Wer seine Wurzeln vernichtet,

kann nicht wachsen.“

 

Friedensreich Hundertwasser

 

Termine und Online Anmeldung

 

Beschreibung der Veranstaltung:

 

Der Fremderziehungsprozess greift in eine elementare Bedingung des menschlichen Daseins ein, nämlich in die Eltern-Kind-Beziehung, die wie kaum eine andere Beziehung, weit reichende seelische und soziale Folgewirkungen hat.

 

Fremd untergebrachte Kinder werden in einem „neuen“ sozialen Bezugssystem sozialisiert, doch in ihnen wirkt die Geschichte ihrer Herkunftsfamilie weiter. Das heißt, ihr Denken und Fühlen ist trotz Trennung vom Elternhaus, an Erfahrungen und Erlebnisse des Elternsystems gebunden.

Trotz Trennung bleibt die Seele des Kindes an seine Eltern gebunden!

 

Damit ein aufgenommes Kind lernt, sein besonderes Schicksal anzunehmen und etwas Gutes daraus zu machen, ist es erforderlich, dass es seine Wurzeln haben kann, um gut wachsen zu können. Das erfordert von sozialen Eltern (Pflegeeltern, Adoptiveltern, Erziehungsstelleneltern, Heimeltern) dass sie gegenüber den leiblichen Eltern eine achtende Haltung einnehmen, und sich um eine konstruktive und lösungsorientierte Verständigung bemühen.

 

An diesem Fortbildungstag wird Sie Frau Weber-Boch in Form eines Vortrages in die drei Grunddynamiken der familiären Fremderziehung einführen. Sie wird Ihnen wesentliche sowie tragende Grundhaltungen des familiären Fremderziehungsprozesses vorstellen. ZUM BEISPIEL: Es gibt keine besseren und schlechteren Eltern - Die Achtung - Die Anerkennung und die Ebenbürtigkeit - Soziale Eltern als Elternstellvertreter - Eltern übergeben ihr Kind und soziale Eltern nehmen es an wie es ist - Was ist bei der Aufnahme von Geschwisterkindern zu beachten? - Welchen Platz brauchen die leiblichen Kinder der sozialen Eltern innerhalb der Familie? 

 

Anschließend haben Sie die Möglichkeit eigene Fragen und Anliegen mit der Methode "Systemaufstellungen M2FAM" aufzustellen.

 

Das Ziel ist es, Fachkräften und Interessierten grundlegende Impulse und Anregungen zu vermitteln, welche Haltungen und Vorgehensweisen hilfreich sind, damit ein fremd untergebrachte Kind von seinen sozialen Eltern das nimmt, was es von seinen Eltern nicht bekommen und frei von Loyalitätskonflikten aufwachsen darf. 

 

Zielgruppe
Jugendhilfeträger, Einrichtungsleitungen, pädagogische Leitungen, Elternberater, Heim-, Erziehungsstellen-, Pflegeeltern, ambulante Familienhelferinnen, Lehrerinnen, sozialpädagogische, psychologische und therapeutische Fachkräfte, sowie Interessierte.